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Mord, Vergewaltigung und Folter in iranischen Gefängnissen



ch glaube, es sind zu viele Einzelfälle, als das man sie als solche abtun könnte. Das ist Methode. Ich fürchte wirklich, dass hier gezielt gegen Regierungsgegner, sowohl Studenten, als auch Oppositionsanhänger und Journalisten, vorgegangen wird." Manfred Nowak, UN Folter-Sonderberichterstatter*

§ Im Zuge der umstrittenen iranischen Präsidentenwahl am 12. Juni wurden mindestens 69 Menschen getötet – die iranische Regierung hat bis heute keine Anzeichen gemacht die Täter zu verfolgen.

§ Zahlreiche quellen berichten vom Gebrauch systematischer psychischer als auch physischer Folter in den iranischen Gefängnissen. Auch eine Reihe von Vergewaltigungen und Ermordungen sind bereits ans Tageslicht gekommen.

§ Über 4000 Menschen wurden im Zuge der Proteste verhaftet. Darunter befinden sich führende oppositionelle Politiker und Reformer, Studenten, Journalisten, Intellektuelle sowie Frauen- und Menschenrechtsaktivisten. Hunderte von ihnen verbleiben ohne Anklage weiterhin in den iranischen Gefängnissen.

§ Im August wurden in einem Massen-Schauprozess erstmals mehr als 100 Angeklagte vor Gericht gestellt. Ihnen wird organisierte und geplante Vergehen gegen die öffentliche Ordnung und Sicherheit vorgeworfen. Sie sollen unter anderem Kontakte zum Ausland gehabt, Informationen mit westlichen Medien ausgetauscht und das Internet genutzt haben, um das politische System zu untergraben.

§ Alle Angeklagten haben ihre angeblichen Verbrechen gestanden. Jedoch bestehen keine Zweifel, dass diese Geständnisse unter dem systematischen Einsatz von Drohungen und Folter erzielt wurden.

§ Vor 2 Wochen wurde im Teheraner Friedhof „Beheshte Zahra“ eine Massenbegrabung von iranischen Journalisten entdeckt, in dem die namenlosen Leichen von Hunderten Menschen, die während der Kundgebungen gegen die Wahlfälschung verhaftet wurden und dann verschwunden sind, vermutet werden.

§ Diese Massenbegrabung und Massengräber sind kein einmaliges Phänomen, in diesen tagen jährte sich zum zwanzigsten Mal die Entdeckung von hunderten (tausenden) Gräbern, die nach nächtlichen Hinrichtungen heimlich angelegt wurden, um im Verborgenen Todesopfer des Regimes zu verscharren.

* Ö1 Mittagsjournal am 14. August 2009

Gemeinschaft zur Unterstützung für die Rechte aller Iraner – Wien

Wien, 28.Agust 2009

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Englisch


Murder, rape and torture in Iranian prisons



„I think, there are too many individual cases to dismiss them. This is a methodic approach. I’m really worried that government opponents, students, als well as oppositon followers and journalists are being cracked down systematically. Manfred Nowak, United Nations Special Rapporteur on Torture*



§ Following the disputed Iranian presidential election of June 12 at least 69 people were killed – the Iranian authorities have shown no signs to prosecute the perpetrators.

§ Over 4000 people have been arrested since June 12, among them famous opposition politicians and reformists, students, journalists, intellectuals, women as well as human rights activists. Several hundred of them probably remain in prison.

§ Numerous sources have reported on the usage of systematic psychological as well as physical torture, rapes as well as a number of killings in Iranian prisons.

§ In August, Iranian authorities opened a mass show trial on more than 100 detainees, accused of conspiring with foreign powers to stage a revolution using terrorism, subversion and a mass campaign to undermine last month’s presidential election.

§ All of the over 100 detainees put on trial have confessed their alleged crimes. However, there is profound evidence that these confessions were forced under heavy threats and torture!

§ Two weeks ago a mass grave at the „Beheshte Zahra“ cemetery in Tehran was discovered by Iranian journalists. The nameless bodies of probably hundreds of people, who were arrested following the June 12th protests and then disappeared without a trace, are assumed to be buried there.

Ö1 Mittagsjournal August 14th, 2009

Association supporting the rights of all Iranians – Vienna
Vienna, 28. August 2009






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